Konstanze Kopta

Konstanze Kopta unterrichtet die klassische Reitkunst nach den Lehren der “alten Meister” wie u.a. La Guérinière und Baucher.

Sie ist Osteopathin und achtet sehr genau auf die Biomechanik im Pferd, richtige und falsche Rotationen und die Erarbeitung der Tragkraft.

Das Erfolgsgeheimnis von Konstanze Kopta ist ihre Einstellung zum Pferd, verbunden mit Ihrem Blick für kleinste Bewegungen im Pferdekörper. Jedes Gelenk hat seine Aufgabe und Rotationen und wenn die Wirbelkette nicht funktioniert so ergeben sich falsche Ausweichbewegungen, die wir mit der richtigen Gymnastik pro Pferd wieder auflösen müssen, sonst ist der Verschleiß vorprogrammiert.

Nicht die „Nutzung“ des Pferdes zum Reiten  ist ihr dabei wichtig, sondern die Harmonie, die durch das Verstehen des Pferdes auf allen Ebenen entstehen kann. Obwohl – oder vielleicht gerade weil – sie seit sie drei Jahre alt war, die meiste Zeit auf dem Rücken der Pferde verbrachte, wollte sie der Ursache, warum es so viele „Problempferde“, und auch kranke Pferde gibt, auf den Grund gehen. So  wurde der psychische Aspekt und die Sichtweise der Cranio Sacral Therapie für sie genauso wichtig, wie der körperliche Ansatz und ein weiteres Puzzlesteinchen, um das Wissen der „Alten Meister“ begreifen und zusammen mit dem Pferd umsetzen zu können. Bis heute lässt sie sich von der Sichtweise der Pferde leiten, die neben ihren hochkarätigen menschlichen Lehrern, eigentlich die wahren Lehrer geworden sind.

„Die Zeit ist reif einen neuen Weg in der klassischen Dressur einzuschlagen, weg von der „Beherrschung“ des Pferdekörpers durch eine rein mechanische und technische Hilfengebung des Reiters in den Lektionen. Hinzu Bewegungsentwicklung der Pferde durch die Idee der Balance. Diese Idee fordert vom Reiter die absolute Aufgabe der Dominanz-Idee, durch die die klassische Dressur immer wieder in Irrwege gelangt. In der richtigen Balance, die niemals Zwang unterliegen kann, findet das Pferd selber in die richtigen Bewegungen. Dies erfordert jedoch als einen wichtigen Lernprozess, das Pferd  richtige wie falsche Bewegungen ausführen zu lassen. Das Wort über den Rücken Reiten bekommt eine neue Bedeutung, denn dieser ist Verantwortlich ob das Pferd sich physiologisch bewegen kann oder ob es bereits Ausweichbewegungen als Ausgleich verwenden muss.

So ist das Zitat von Nuno Oliveira für Konstanze Kopta ein Leitsatz mit absoluter Berechtigung für eine glückliche Pferd-Mensch Beziehung geworden. „Reitkunst ist vollkommenes Verstehen und Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Diese Harmonie erlaubt dem Pferd, ohne Verspannungen und Blockaden in Muskeln oder Gelenken zu arbeiten. Was es befähigt, alle Bewegungen mit geistiger und körperlicher Lust, Losgelassenheit und im Takt auszuführen.“

Foto: Andrea Mumenthaler